Mittwoch, 18. September 2019
Navigation öffnen

Medizin

Beiträge zum Thema: Gesundheit

September 2019

KI in der Medizin: Interview mit DWG-Präsidenten Prof. Dr. Bernhard Meyer

KI in der Medizin: Interview mit DWG-Präsidenten Prof. Dr. Bernhard Meyer
© RS-Studios - stock.adobe.com

„Wandel in die Zukunft“ ist das Motto der 14. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft e.V. vom 28.-30.11.2019 in München. Kongresspräsident Prof. Dr. Bernhard Meyer setzt bei dem hochkarätigen Fachkongress neue Akzente und etwas andere Schwerpunkte als üblich. Im Interview gibt Meyer einen ersten Einblick in die spannenden und  vielfältigen Themen, in Schwerpunkte und Highlights der Tagung.

Sorgen um Geld und Zukunft belasten junge Krebspatienten schwer

Finanzielle Sorgen stehen in der Liste der Beeinträchtigungen in den Untersuchungen zur Lebensqualität junger Krebspatientinnen und -patienten ganz oben. Am 16. September 2019 stellte die DGHO auf einer Pressekonferenz in Berlin den 16. Band ihrer Gesundheitspolitischen Schriftenreihe vor. Dieser gibt einen Überblick über finanzielle Belastungen, Lücken in der sozialen Absicherung und macht konkrete Vorschläge für Verbesserungen.

Hysterektomie: Hohes Risiko für Depressionen und Angstzustände

Hysterektomie geht gemäß einer Kohortenstudie der Forscher der Mayo Clinic an fast 2.100 Frauen mit einem erhöhten Risiko für langfristige psychische Gesundheitsprobleme einher. An der Überprüfung der Patientenakten von 1980 bis 2002 nahmen Frauen teil, bei denen die Gebärmutter entfernt wurde, nicht jedoch die Eierstöcke. Die Studie, für die Daten des Rochester Epidemiology Project verwendet wurden, berücksichtigte nur neue Diagnosen von Depressionen, Angstzuständen, Demenz, Drogenmissbrauch und Schizophrenie nach einer Hysterektomie...

Biologika: Abschlussbericht offenbart bei Rheuma fehlende Direktvergleiche

Der Abschlussbericht zu Biologika bei Rheuma liegt vor und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Evidenzlage zwar deutlich verbessert hat, dass jedoch noch immer Direktvergleiche fehlen. Biologika werden immer noch zu kurz und zu oft gegen Placebos getestet, was Vergleiche untereinander erschwert. Dennoch gibt es, auch dank Zusatzangaben der Hersteller, neue Erkenntnisse. Zudem sind nur wenige Unterschiede zwischen den Wirkstoffen nachweisbar.

Bakterien: Formel für Bewegungsmuster gefunden

Bakterien können gegen den Strom schwimmen – und das ist oft ein ernstes Problem, etwa wenn sie sich in Wasserrohren oder in medizinischen Kathetern ausbreiten. Wie ihnen das gelingt, war bisher nicht klar. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Andreas Zöttl von der TU Wien, konnte diese Frage nun beantworten: Mit Hilfe von Experimenten und mathematischen Berechnungen konnte eine Formel gefunden werden, die alle wesentlichen Aspekte dieser erstaunlichen Bakterien-Bewegung beschreibt. Damit könnte es möglich werden, durch passendes Design von...

Grippe: Optimierter Impfschutz für aktuelle Saison

Sanofi Pasteur hat mit der Auslieferung von Vaxigrip Tetra®2019/2020 begonnen. Die Impfung hat große Bedeutung, da sie nicht nur zum Impfschutz vor Influenza-Erkrankungen beiträgt, sondern auch Gesundheitsrisiken wie schwere Atemwegserkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall verringert. Durch die Zulassungserweiterung von Vaxigrip Tetra® können nun auch Säuglinge unter 6 Monaten nach Grippeimpfung der Schwangeren passiv geschützt werden (1).

Mikroalbuminurie: Neue Risikogene für Nierenschäden identifiziert

Erhöhte Eiweißwerte im Urin sind ein Anzeichen für eine chronische Nierenerkrankung. Darunter leiden mehr als 10% aller Erwachsenen. Außerdem erhöhen sie das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein internationales Team von mehr als 180 Forschenden, an dem die Universität Greifswald maßgeblich beteiligt war, hat in umfangreichen Studien 68 bisher größtenteils unentdeckte Genorte nachgewiesen, welche die Menge der Eiweißausscheidung im Urin beeinflussen. Die Erkenntnisse liefern Ansatzpunkte für neue...

Rheumatische Erkrankungen: Keine Unterschiede zwischen Biosimilar und Adalimumab-Originatorpräparat

Seit fast einem Jahr sind Adalimumab-Biosimilars wie Hulio® für die Therapie von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie der rheumatoiden Arthritis, Psoriasis-Arthritis und axialen Spondylarthritis, in Deutschland erhältlich und haben sich in kürzester Zeit am Markt etabliert. Allein in der ersten Jahreshälfte 2019 entfielen 36,3% aller Adalimumab-Verordnungen auf Biosimilar-Produkte (1). Dabei gibt es aus wissenschaftlicher Sicht keine Argumente, die gegen eine kosteneffizientere Biosimilar-Therapie sprechen. „Studien zeigen, weder in...

Hypoglykämien: Aufklärung über Soziale Medien

Auch eine intensive Schulung und die Beachtung aller Empfehlungen können nicht immer verhindern, dass es bei Menschen, deren Diabetes beispielsweise mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen behandelt wird, zu Hypoglykämien kommt. Viele Patienten sind jedoch nur unzureichend über das Thema Hypoglykämien informiert und sprechen auch nicht mit ihrem Arzt darüber – oft aus dem Schuldgefühl heraus, trotz Schulung in eine solche Situation geraten zu sein (1). Mit einer neuen Kampagne in sozialen Medien möchte Lilly Diabetes Betroffene und ihre...

Nationales Krebspräventionszentrum soll Forschung bündeln

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe wollen in Heidelberg ein nationales Krebspräventionszentrum aufbauen, das die Forschung auf dem Gebiet der Vorbeugung bündeln soll. Das haben beide Organisationen in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) angekündigt. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt nach eigenen Angaben mit 25 Millionen Euro.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit: Paclitaxel-beschichtete Produkte weiterhin primäre Therapieoption

Paclitaxel-beschichtete Produkte wie beschichtete Ballonkatheter (DCB) oder Medikament-freisetzende Stents (DES) bleiben eine primäre Therapieoption für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und hohem Restenoserisiko oder Restenosen. Darauf haben Experten des BVMed-Fachbereichs „Periphere Gefäßmedizin“ vor dem Hintergrund jüngster Empfehlungen der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) hingewiesen. In den letzten Monaten hatte eine griechische Metaanalyse von Dr. Katsanos bei Ärzten und Patienten für...

HIV: Weitere Optionen der antiretroviralen Therapie mit neuem Protease-Hemmer

Ab sofort ergänzt Atazanavir HEXAL® das bereits breite HIV-Portfolio von Hexal. Als Protease-Inhibitor greift Atazanavir in den HIV-Replikations-Zyklus ein. Indem es das virale Enzym HIV-Protease bindet, hemmt es selektiv das virusspezifische Processing. Gebundene Zellen sind nicht mehr im Stande, neue Viruspartikel zu reproduzieren, wodurch die allgemeine Viruslast sinkt. In der Kombinationstherapie wird Atazanavir mit Ritonavir, einem zweiten Protease-Hemmer, gekoppelt (1, 2).

HIV: Umstellung auf Doravirin/3TC/TDF bei supprimierten HIV-1-Patienten vergleichbar mit Fortführung der bisherigen HIV-Therapie

Doravirin ist ein NNRTI, der seit Mitte Januar 2019 in Kombination mit den beiden NRTIs 3TC und TDF als Fixdosiskombination – Delstrigo® – und als Einzeltablette – Pifeltro® – verfügbar ist. Delstrigo® enthält 100 mg Doravirin DOR, 300 mg 3TC und 300 mg TDF. Beide Formulierungen sind zugelassen für die Behandlung HIV-1-infizierter Erwachsener, deren HI-Viren keine Mutationen aufweisen, die bekanntermaßen mit einer Resistenz gegen die Substanzklasse der NNRTI assoziiert sind (1, 2).

Kasse: Mehr Gesundheitsrisiken bei Kaiserschnitt-Babys

Nach Kaiserschnitt-Geburten kommt es nach einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) statistisch gesehen häufiger zu Gesundheitsproblemen bei Kindern. Ob der Grund dafür die Art der Entbindung ist, lasse sich auf Basis der reinen Abrechnungsdaten allerdings nicht feststellen, sagte Jens Baas, Vorstandschef der Kasse, am Mittwoch bei der Vorstellung des Kindergesundheitsreports der Kasse in Berlin. So habe durch die begrenzte Datenlage zum Beispiel nicht einfließen können, ob Mütter in der Schwangerschaft rauchten, ob sie sich gesund ernährten und ihr...

Zurück
  ...  

Das könnte Sie auch interessieren

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs
© karepa / Fotolia.com

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das...

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen
© pixologic / fotolia.com

Neues Verfahren bietet erstmals Heilungschance bei Lymphstauungen. Vor allem Krebspatienten haben darunter zu leiden: Zwar ist der Krebs erfolgreich behandelt, doch zurück bleiben Folgen wie beispielsweise Lymphstauungen an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um geschwollene, schmerzende Extremitäten, in denen die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann, weil das feine System der dafür nötigen Kanäle beschädigt wurde. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden, oft eine unbefriedigende und lebenslang leidvolle Situation für die...

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.