Donnerstag, 23. Mai 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Gesundheit

Mai 2019

ADHS: Methylphenidat weiterhin Goldstandard der medikamentösen Therapie

ADHS: Methylphenidat weiterhin Goldstandard der medikamentösen Therapie
© solvod - stock.adobe.com

Aktuelle Ergebnisse einer prospektiven, nicht-interventionellen Studie (NIS) belegen, dass eine medikamentöse Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen mit Methylphenidat (MPH) auch unter Routinebedingungen wirksam und sicher ist (1). Als primäres Zielkriterium wurde die Wirksamkeit bezüglich der Gesamteinschätzung durch den Arzt definiert, sekundäres Zielkriterium war die Patientenbeurteilung der ADHS-Symptomatik sowie die Unbedenklichkeit, Verträglichkeit und Dosierung von MPH. Die Untersuchung konnte...

Familiäres Chylomikronämie-Syndrom: Bedingte Zulassung für Volanesorsen

Familiäres Chylomikronämie-Syndrom: Bedingte Zulassung für Volanesorsen
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Volanesorsen hat von der Europäischen Kommisson die bedingte Zulassung erhalten. Das Medikament ist als unterstützende Behandlung neben einer Diät bei erwachsenen Patienten mit gene­tisch bestätigtem familiären Chylomikronämie-Syndrom (FCS) und mit einem hohen Risiko für Pankreatitis angezeigt, bei denen das Ansprechen auf eine Diät und eine triglyzerid­senkende Therapie unzureichend war.

Migräne: Signifikante Reduktion der Schmerztage durch Anti-CGRP-Antikörper

Migräne: Signifikante Reduktion der Schmerztage durch Anti-CGRP-Antikörper
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit Fremanezumab ist in Deutschland der erste monoklonale Antikörper für eine spezifische Migräneprophylaxe verfügbar, der neben der monatlichen Injektion auch eine Quartalsdosis bietet (1). Fremanezumab überzeugte in den Studien in beiden Dosierungsintervallen durch eine hohe Ansprechrate, eine gute Verträglichkeit und einen schnellen Wirkeintritt. Der Antikörper bindet an das Neuropeptid Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP), welches bei der Pathophysiologie der Migräne eine zentrale Rolle spielt (2).

Pneumokokken: Niedrige Impfraten bei Frühgeborenen

Pneumokokken: Niedrige Impfraten bei Frühgeborenen
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Nur 43,3% der Frühgeborenen in Deutschland sind im Alter von 9 Monaten mit 3 Dosen eines Pneumokokken-Impfstoffs geimpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine retrospektive Analyse für Deutschland bezüglich Alter und Geschlecht repräsentativer Krankenkassendaten, die auf dem diesjährigen ESPID-Kongress vorgestellt wurde (1). Häufig werden die Impfungen zudem verzögert durchgeführt. Ungefähr 10% aller Kinder wurden gar nicht gegen Pneumokokken geimpft. Frühgeborene sind anfälliger für Atemwegsinfektionen als Reifgeborene, sodass gerade...

Typ-2-Diabetes: Lebensstilintervention und Bariatrische Chirurgie in der Diskussion

Typ-2-Diabetes: Lebensstilintervention und Bariatrische Chirurgie in der Diskussion
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Weltweit leiden rund 425 Millionen Erwachsene an Diabetes mellitus. 95% der rund 7 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Hochrechnungen aus den Daten der gesetzlichen Krankenversicherung lassen eine Zunahme um mehr als 50% innerhalb der nächsten 20 Jahre erwarten. Forschende des Deutschen Diabetes Zentrums (DDZ) in Düsseldorf und des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin prognostizieren, dass im Jahr 2040 bis zu 12 Millionen Menschen in Deutschland von Typ-2-Diabetes betroffen sein könnten. Bereits jetzt werden hierzulande 12%...

Rheumatoide Arthritis: Gentests sagen Erfolgsaussichten der Therapie mit Biologika voraus

Rheumatoide Arthritis: Gentests sagen Erfolgsaussichten der Therapie mit Biologika voraus
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Eine frühzeitige Behandlung mit dem Immunblocker Methotrexat kann bei der rheumatoiden Arthritis die Zerstörung der Gelenke nicht immer verhindern. Ob der zusätzliche Einsatz eines modernen Medikaments aus der Gruppe der Biologika sinnvoll ist, könnte in Zukunft durch Gentests ermittelt werden. Dies zeigen neue Studienergebnisse, die jetzt in der Fachzeitschrift „Clinical and Experimental Rheumatology“ vorgestellt wurden, worauf die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) hinweist.

Dünndarm: Nahrung löst Immunantwort aus

Dünndarm: Nahrung löst Immunantwort aus
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Nahrung löst im Dünndarm eine Immunantwort aus, die dadurch in Schach gehalten wird, dass die beteiligten Immunzellen absterben. Das hat ein Forschungsteam um den Marburger Immunologen Prof. Dr. Ulrich Steinhoff herausgefunden. Bisher galt es unter Fachleuten als ausgemacht, dass die Nahrung keine Immunantwort im Darm auslösen darf. Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse im Fachblatt „Journal of Clinical Investigation“.

Personalisierte Medizin: Therapieoptimierung durch Analyse des Erbguts

Personalisierte Medizin: Therapieoptimierung durch Analyse des Erbguts
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Das Universitätsklinikum Bonn plant, zukünftig Pharmakogenetik stärker zu berücksichtigen – also den Einfluss von Merkmalen im Erbgut auf die Wirkung von Arzneimitteln. Dies ist der Ansatz für eine personalisierte Medizin. Dazu starten das Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn und die HMG Systems Engineering GmbH (HMG) mit Sitz in Fürth eine Kooperation, um umfassende pharmakogenetische Untersuchungen in die klinische Routine einzuführen. Ziel ist es, dem behandelnden Arzt schnell klinisch relevante Hinweise zu...

Lösungsmittel in Trend-Spielzeug für Kinder entdeckt

Lösungsmittel in Trend-Spielzeug für Kinder entdeckt
© Olivier Le Moal - stock.adobe.com

Bunte, weiche Schaumstofffiguren, sogenannte Squishies, erfreuen sich bei Kindern zunehmender Beliebtheit. Allerdings weisen einige Produkte einen auffälligen Geruch auf. Bei manchen Produkten ist der Geruch unangenehm, bei anderen durchaus attraktiv. Warum diese Produkte geruchlich so auffällig sind, hat ein Wissenschaftler-Team des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV genauer untersucht. Nun wurden verschiedene Fehlgeruch verursachende Verbindungen in einem Squishy erfolgreich aufgeklärt. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass der...

Zentrale Biomaterialbank der Charité (ZeBanC) ist neue Partnerin in der German Biobank Alliance (GBA)

Zentrale Biomaterialbank der Charité (ZeBanC) ist neue Partnerin in der German Biobank Alliance (GBA)
© Maksim Pasko - stock.adobe.com

Die Zentrale Biomaterialbank der Charité (ZeBanC) ist neue Partnerin in der German Biobank Alliance (GBA), dem deutschen Verbund akademischer Biobanken. Ziel der Allianz ist es, standortübergreifende Sammlungen von Biomaterialproben für die medizinische Forschung bereitzustellen und damit die Entwicklung neuer Therapien zu beschleunigen. Die ZeBanC ist eine gemeinsame Core Facility der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health (BIH).

Risiko kardiovaskulärer Ereignisse: Kontroverse Diskussion um Lp(a)-Senkung

Risiko kardiovaskulärer Ereignisse: Kontroverse Diskussion um Lp(a)-Senkung
© freshidea / Fotolia.com

20% der Bevölkerung haben aufgrund einer genetisch erhöhten Lipoprotein(a)-Konzentration (> 50mg/dl) ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Aortenklappenstenose. Spezifische Medikamente, die das Blutfett Lp(a) senken, sind zwar in Entwicklung, das Ausmaß einer notwendigen Lp(a)-Senkung wird allerdings kontrovers diskutiert. Nun konnten Innsbrucker Epidemiologen das für eine kardiovaskuläre Risikoreduktion nötige Ausmaß einer Lp(a)-Senkung abschätzen.

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