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Medizin

Beiträge zum Thema: Infektionskrankheiten

Oktober 2019

Reisediarrhoe: Effektive Selbstmedikation mit Rifamycin in neuer Galenik möglich

Reisediarrhoe: Effektive Selbstmedikation mit Rifamycin in neuer Galenik möglich
© fotoliaxrender / Fotolia.com

Reisedurchfall zählt mit Sonnenbrand und Mückenstichen zu den 3 häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines erlebnisreichen (Auslands-)Urlaubs. Hauptursache sind mit bis zu 80% bakterielle Infektionen, meist mit E. coli und als Mischinfektionen etwa mit Shigellen oder Salmonellen. Bei nicht-invasiven mittelschweren bis schweren Formen ohne Dysenterie – also ohne Fieber oder Blut im Stuhl – ist das kaum resorbierte Breitspektrums-Antibiotikum Rifamycin ebenso wirksam wie das Fluorchinolon Ciprofloxacin bei deutlich geringerer Resistenzinduktion.

Ebola: Durch rVSV-EBOV ausgelöste Antikörperantwort entschlüsselt

Ebola: Durch rVSV-EBOV ausgelöste Antikörperantwort entschlüsselt
© eplisterra - stock.adobe.com

rVSV-EBOV heißt der noch neue Impfstoff, der aktuell im Kampf gegen das meist tödliche Ebola-Virus eingesetzt wird. Seit 2018 haben ihn bereits über 200.000 Menschen erhalten. Wie genau der Impfstoff wirkt, war bislang jedoch nur teilweise bekannt. Wissenschaftler um Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Köln, konnten die durch rVSV-EBOV ausgelöste Antikörperantwort nun im Detail entschlüsseln. Ihre Erkenntnisse sind im renommierten Fachmagazin Nature Medicine veröffentlicht worden.

Bakterielle Pneumonie: Phase-III-Studie RESTORE-IMI 2 erreicht primären Endpunkt

Bakterielle Pneumonie: Phase-III-Studie RESTORE-IMI 2 erreicht primären Endpunkt
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Die zulassungsrelevante Phase-III-Studie RESTORE-IMI 2 hat ihren primären Endpunkt erreicht: Die Kombination von Imipenem/Cilastatin mit dem aktuell in klinischer Entwicklung befindlichen Beta-Laktamase-Hemmer Relebactam war bei erwachsenen Patienten mit nosokomial erworbener und beatmungsassoziierter bakterieller Pneumonie in Bezug auf die 28-Tage-Gesamtsterblichkeit bzw. das frühe klinische Ansprechen gegenüber Piperacillin/Tazobactam nicht unterlegen.

September 2019

Schistosome und Helicobacter pylori: Co-Infektion verändert Immunantwort

Schistosome und Helicobacter pylori: Co-Infektion verändert Immunantwort
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Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals untersucht, welche Auswirkungen eine gleichzeitige Infektion mit Bilharziose auslösenden Schistosomen, und dem Bakterium Helicobacter pylori hat. Solche Co-Infektionen sind bei Menschen in manchen Regionen der Welt keine Seltenheit. In der Studie zeigte sich ein komplexes Wechselspiel: Unter anderem werden negative Auswirkungen des jeweils anderen Erregers abgeschwächt. Die Wechselwirkungen könnten sich möglicherweise auf die Wirksamkeit von Impfungen auswirken.

Bakterien: Formel für Bewegungsmuster gefunden

Bakterien können gegen den Strom schwimmen – und das ist oft ein ernstes Problem, etwa wenn sie sich in Wasserrohren oder in medizinischen Kathetern ausbreiten. Wie ihnen das gelingt, war bisher nicht klar. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Andreas Zöttl von der TU Wien, konnte diese Frage nun beantworten: Mit Hilfe von Experimenten und mathematischen Berechnungen konnte eine Formel gefunden werden, die alle wesentlichen Aspekte dieser erstaunlichen Bakterien-Bewegung beschreibt. Damit könnte es möglich werden, durch passendes Design von...

HIV: Weitere Optionen der antiretroviralen Therapie mit neuem Protease-Hemmer

Ab sofort ergänzt Atazanavir HEXAL® das bereits breite HIV-Portfolio von Hexal. Als Protease-Inhibitor greift Atazanavir in den HIV-Replikations-Zyklus ein. Indem es das virale Enzym HIV-Protease bindet, hemmt es selektiv das virusspezifische Processing. Gebundene Zellen sind nicht mehr im Stande, neue Viruspartikel zu reproduzieren, wodurch die allgemeine Viruslast sinkt. In der Kombinationstherapie wird Atazanavir mit Ritonavir, einem zweiten Protease-Hemmer, gekoppelt (1, 2).

Juli 2019

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert
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Eine Forschungsgruppe des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat ein neues Toxin in Legionella Bakterien entdeckt. Das Toxin SidJ greift Proteine in menschlichen Zellen an und modifiziert diese zu Proteinkomplexen, welche den Legionellen das Wachstum in menschlichen Zellen erleichtern. Diese neuen Erkenntnisse machen SidJ zu einem idealen Angriffspunkt in der Bekämpfung von durch Legionellen verursachten Pneumonien.

HIV: Ausbreitung der Viren in gewebeähnlichen Umgebungen untersucht

HIV: Ausbreitung der Viren in gewebeähnlichen Umgebungen untersucht
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Die Ausbreitung von Krankheitserregern wie dem HI-Virus wird oft im Reagenzglas, das heißt in 2-dimensionalen Zellkulturen untersucht, obwohl dies nicht den viel komplexeren Bedingungen im menschlichen Körper entspricht. Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg hat nun mithilfe von neuartigen Zellkultursystemen, quantitativer Bildanalyse und Computersimulationen erforscht, wie sich HIV in 3-dimensionalen gewebeähnlichen Umgebungen ausbreitet.

Katastrophen- und Nothilfe: Interagency Emergency Health Kit aktualisiert

Gesundheitsteams, die in den Einsatz in der Katastrophen- und Nothilfe gehen, haben meist das Interagency Emergency Health Kit (IEHK) der WHO im Gepäck: über 70 Medikamente + Hilfsmittel, verpackt in mindestens 26 Kisten, über eine Tonne schwer. 2017 überarbeitete die WHO das IEHK und tauschte etliche Arzneimittel aus bzw. fügte neue hinzu. Die argentinisch-deutsche Pharmazeutin Carina Vetye hat nun das Manual für dieses sehr spezifische Medikamentensortiment geschrieben.

Antibiotika-Resistenz: Arbeitsgruppe „One Health“ verfolgt ganzheitlichen Ansatz

Antibiotika-Resistenz: Arbeitsgruppe „One Health“ verfolgt ganzheitlichen Ansatz
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Was geschieht, wenn sich Antibiotika-resistente Keime in der Umwelt durch Abwasser oder Gülle verbreiten? Diese Problematik betrifft gleichermaßen Menschen und Tiere, da sowohl in Krankenhäusern als auch in Tierställen Antibiotika zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt werden. Die vor kurzem gegründete Arbeitsgruppe „One Health“ hat die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ganzheitlich im Blick. Über die Grenzen von Instituten und Fakultäten kooperieren Wissenschaftler aus der Medizin, Mikrobiologie, Chemie und Agrarwirtschaft an der...

Mai 2019

Pneumokokken: Niedrige Impfraten bei Frühgeborenen

Pneumokokken: Niedrige Impfraten bei Frühgeborenen
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Nur 43,3% der Frühgeborenen in Deutschland sind im Alter von 9 Monaten mit 3 Dosen eines Pneumokokken-Impfstoffs geimpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine retrospektive Analyse für Deutschland bezüglich Alter und Geschlecht repräsentativer Krankenkassendaten, die auf dem diesjährigen ESPID-Kongress vorgestellt wurde (1). Häufig werden die Impfungen zudem verzögert durchgeführt. Ungefähr 10% aller Kinder wurden gar nicht gegen Pneumokokken geimpft. Frühgeborene sind anfälliger für Atemwegsinfektionen als Reifgeborene, sodass gerade...

Hepatitis-C: Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir erhöht Lebensqualität

Hepatitis-C: Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir erhöht Lebensqualität
© Kateryna_Kon / Fotolia.com

Eine pangenotypische 8-Wochen-Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir (G/P; Handelsname Maviret®) erzielt bei therapienaiven Hepatitis-C-Patienten ohne Zirrhose sehr hohe Heilungsraten – auch bei Betroffenen mit typischen Komorbiditäten wie einer Opioid-Substitutionstherapie oder einer psychiatrischen Erkrankung (1,2). Das unterstreicht eine aktuelle Auswertung von Daten aus dem Deutschen Hepatitis C-Register. Erstmals wurden nun auch DHC-R-Daten zur Auswirkung der Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir auf die Lebensqualität analysiert (1). Hierbei zeigt...

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