Mittwoch, 22. Mai 2019
Navigation öffnen

Medizin

Beiträge zum Thema: Infektionskrankheiten

April 2019

Krankenhauskeime: Spezieller Siphon soll nosokomialen Infektionen vorbeugen

Krankenhauskeime: Spezieller Siphon soll nosokomialen Infektionen vorbeugen
© fotoliaxrender / Fotolia.com

Jährlich erkranken allein in Deutschland etwa 800.000-900.000 Menschen an nosokomialen, also in Verbindung mit einem Krankenhausaufenthalt entstanden, Infektionen. Etwa ein Drittel dieser Fälle wird durch einen retrograden Bakterieneintrag bei immun-geschwächten Patienten verursacht. Als Partner im neu gestarteten Projekt „Siphon“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe MedTecLIVE, vom 21.-23. Mai 2019, in Nürnberg, in Halle 10, Stand 10.0 - 621, aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

COPD: Studie soll Art und Häufigkeit der Komorbiditäten klären

COPD: Studie soll Art und Häufigkeit der Komorbiditäten klären
© Pixelchaos2011 / Fotolia.com

Patienten mit der chronischen Lungenerkrankung COPD leiden nicht nur unter häufigem Husten, Atembeschwerden und Entzündungen im Bereich der Atemwege, sie entwickeln auch Begleiterkrankungen, die andere Organe betreffen. Wie oft solche Komorbiditäten vorkommen und wie man sie erkennen kann, soll die deutschlandweite COSYCONET-Studie klären. Aktuelle Ergebnisse der umfangreichen Studie, an der mehr als 2.700 COPD-Patienten aus 29 Versorgungszentren teilnehmen, werden auf der 125. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) vorgestellt, die...

T-Zellen: Untersuchung des genregulatorischen Faktors Rbpj

T-Zellen: Untersuchung des genregulatorischen Faktors Rbpj
© fotoliaxrender / Fotolia.com

In einer Studie haben Immunologen des Regensburger Centrums für Interventionelle Immunologie (RCI) der Universität Regensburg den Einfluss des genregulierenden Faktors Rbpj (engl. „recombination signal binding protein for immunoglobulin kappa J region“), der in den T-Zellen steckt, untersucht. Dafür haben sie Rbpj über genetische Verfahren gezielt aus regulatorischen T-Zellen entfernt, um dessen Funktion zu verstehen. So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass der Defekt keinen Einfluss auf die Entstehung von regulatorischen T-Zellen hat, aber ihre Funktion...

Hepatitis B: Ergebnisvorstellung der Phase-I-Studie zu proprietärem Immunmodulator

Hepatitis B: Ergebnisvorstellung der Phase-I-Studie zu proprietärem Immunmodulator
© nobeastsofierce - stock.adobe.com

Die Daten der klinischen Phase-I-Studie mit dem proprietären Immunmodulator AIC649 zur Behandlung chronischer Hepatitis B (CHB) wird im Rahmen der Postersession „Virale Hepatitis B/D: Therapie“ auf dem internationalen Leberkongress vorgestellr. Der von der Europäischen Gesellschaft für Leberforschung EASL (European Association for the Study of the Liver) ausgerichtete Kongress findet vom 10.-14. April 2019 in Wien, Österreich, statt.

Neue Leitlinien für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien gefordert

Neue Leitlinien für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien gefordert
© Markus Schnatmann / Fotolia.com

Eindringlich plädierte Prof. Dirk Wagner, Freiburg, im Rahmen des DGP-Kongresses 2019 in München für eine leitliniengerechte Behandlung von Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien (NTM-LD) (1). Einer aktuellen Umfrage von 2017 zufolge würden in Deutschland weniger als 5% der Patienten gemäß den aktuellen Konsensus-Empfehlungen behandelt (2). Dabei ließe sich die hohe Mortalität bei NTM-Lungenerkrankungen durch Einhaltung der Behandlungsempfehlungen reduzieren (3). Je nach Erreger variiere der Erfolg einer leitliniengerechten...

März 2019

Hepatitis C: Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir für Jugendliche ab 12 Jahren

Hepatitis C: Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir für Jugendliche ab 12 Jahren
© Kateryna_Kon / Fotolia.com

Glecaprevir/Pibrentasvir (G/P) (Maviret®) ist ab sofort nicht nur für die Behandlung von Erwachsenen, sondern auch von Jugendlichen im Alter von 12 bis < 18 Jahren mit Hepatitis C aller Genotypen (GT1-6) zugelassen (1). Die Fixdosis-Kombination aus 2 direkt antiviral wirksamen Substanzen (DAAs) ist damit die erste pangenotypische Therapie, die in der EU für diese Altersgruppe zur Verfügung steht. Die hohe Wirksamkeit und Sicherheit der 8-Wochen-Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir ist bei erwachsenen therapienaiven Patienten ohne Zirrhose bereits durch...

Tuberkulose: Die Suche nach neuen Medikamenten geht weiter

Tuberkulose: Die Suche nach neuen Medikamenten geht weiter
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Vor fast 140 Jahren entdeckte Robert Koch den Tuberkulosebazillus. Und doch ist die Tuberkulose noch immer die Infektionskrankheit mit den meisten Todesfällen weltweit, die Behandlung wird durch Resistenzen zunehmend erschwert und ein wirksamer Impfstoff ist noch nicht in der Anwendung. Doch es gibt hoffnungsvolle Ansätze: Genomanalysen, neue Wirkstoffe und Behandlungsschemata sorgen für Fortschritte. Prof. Stefan Niemann vom Forschungszentrum Borstel erläutert die aktuelle Tuberkulose-Forschung.

Geschlechtskrankheiten: Diagnostik via Smartphone

Erstmalig können Patienten aus ganz Deutschland jetzt digital und anonym Auffälligkeiten im Intimbereich von einem Facharzt überprüfen lassen. Der Antrag für die Smartphone-Applikation speziell für Geschlechtskrankheiten ist genehmigt. Entwickelt haben das digitale Angebot auch Mediziner der Essener Uni-Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, zusammen mit Kollegen der Universitäts-Hautklinik in Heidelberg (UKHD), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).

HPV: Große Wissenslücken in der deutschen Bevölkerung

HPV: Große Wissenslücken in der deutschen Bevölkerung
© Tatiana Shepeleva / Fotolia.com

Eine große Marktforschungsstudie* in 10 europäischen Ländern, inklusive der Schweiz ergab, dass etwa ein Drittel der Befragten noch nie etwas über HPV gehört hat und nur wenige wissen, dass eine HPV-Infektion Krebs verursachen kann. Dabei traten große Wissensunterschiede in den einzelnen Ländern zutage. Am besten Bescheid wussten die Befragten in den südeuropäischen Ländern, während Deutschland das Schlusslicht bildete.

Viren: Strategien zur körpereigenen Abwehr untersucht

Viren: Strategien zur körpereigenen Abwehr untersucht
© fotoliaxrender / Fotolia.com

So vielfältig wie Virenangriffe auf den Körper sind auch dessen Verteidigungsstrategien. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Max-Planck-Instituts für Biochemie hat einen wichtigen Teil der angeborenen Virenabwehr systematisch untersucht: „Interferon-stimulierte Gene“, kurz: ISGs. Dabei wurde erstmals erfasst, welche Strategien ISGs verwenden, um die körpereigene Virusabwehr aufzubauen.

Februar 2019

Todesursachen: Kinder wirken lebensverlängernd

Während die Auswirkungen von Rauchen, Alkoholkonsum, Sport etc. auf die Lebenserwartung gut untersucht und verstanden sind, gibt es kaum Untersuchungen dazu, wie persönliche Lebensentscheidungen, wie das Kinderkriegen oder Heiraten, die Sterbewahrscheinlicheiten und Todesursachen beeinflussen. Miguel Portela, Universidade do Minho, Braga, Portugal, und Paul Schweinzer, Universität Klagenfurt, Österreich, haben nun entsprechende Untersuchungen mit Daten aus Großbritannien angestellt.

Ebola-Virus: Infizierte Zellen setzen Täuschkörper frei

Ebola-Virus: Infizierte Zellen setzen Täuschkörper frei
© lesslemon Fotolia.com

Ein Forscherteam aus Tübingen und Göttingen hat den Mechanismus identifiziert, durch den das Ebola-Virus der Immunabwehr entkommt. Das Virus bringt infizierte Zellen dazu sogenannte „Täuschkörper“ freizusetzen. Diese führen das Immunsystem in die Irre, indem sie dessen neutralisierende Antikörper inaktivieren und verhindern, dass Immunzellen wichtige Botenstoffe freisetzen. Diese Erkenntnisse könnten zur Entwicklung neuer Impfstoffe gegen hämorrhagische Fieberviren führen.

Zurück
  ...  

Das könnte Sie auch interessieren

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen
© pixologic / fotolia.com

Neues Verfahren bietet erstmals Heilungschance bei Lymphstauungen. Vor allem Krebspatienten haben darunter zu leiden: Zwar ist der Krebs erfolgreich behandelt, doch zurück bleiben Folgen wie beispielsweise Lymphstauungen an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um geschwollene, schmerzende Extremitäten, in denen die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann, weil das feine System der dafür nötigen Kanäle beschädigt wurde. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden, oft eine unbefriedigende und lebenslang leidvolle Situation für die...

Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Adipositas im Kindes- und Jugendalter
© kwanchaichaiudom / fotolia.com

Laut der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2), die vom Robert Koch-Institut durchgeführt wurde, haben nach dem Referenzsystem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 26,3% der 5- bis 17-Jährigen Übergewicht; 8,8% sind von Adipositas betroffen (1). In der Versorgung dieser Kinder und Jugendlichen gibt es erhebliche Defizite: So werden in Deutschland überzeugende, wissenschaftlich-basierte Behandlungs- und Betreuungskonzepte im Gesundheitssystem nicht unterstützt und in der Regel von den Kostenträgern nicht finanziert....

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf
© Africa Studio / Fotolia.com

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.