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Medizin

01. März 2020
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Coronavirus: Risikobewertung – Schutzmaßnahmen – ambulantes Management

Hinter dem Umgang mit SARS-CoV-2 und COVID-19 stehen in medizinischer, gesundheits- und gesellschaftspolitischer sowie wirtschaftlicher Hinsicht viele Fragezeichen. Laufend aktualisiert finden Sie in diesem Schwerpunkt
 
  • die aktuellen Fallzahlen zu Infizierten sowie
  • die wichtigsten Aspekte zum Infektionsrisiko, Risikogruppen, Schutzmaßnahmen und Differentialdiagnostik.
Zudem haben wir für Sie eine Infothek zusammengestellt, in der Sie tagesaktuell neue medizinische Erkenntnisse sowie politische und wirtschaftliche Entwicklungen verfolgen können.
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Zahl bestätigter Infektionen

Die aktuellen Fallzahlen werden Ihnen von der Johns Hopkins University zur Verfügung gestellt:
https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

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EILMELDUNGEN

Britischer Premierminister Boris Johnson auf Intensivstation verlegt

Da sich die Symptomatik seiner COVID-19-Erkrankung verschlechtert hat, erhält Boris Johnson nun intensivmedizinische Versorgung. (dpa, 06.04.2020).

Kein Stichtag für den Exit in Deutschland
Die Bundesregierung hält trotz der österreichischen Exitstrategie daran fest, weiter kein Datum zu nennen, an dem Deutschland die verordneten Maßnahmen lockert. Kanzlerin Merkel halte ein solches Versprechen für unverantwortlich, da noch nicht absehbar sei, ob die Infektionszahlen in Deutschland eine Lockerung nach dem 19.04.2020 zuließen. (Pressekonferenz der Bundesregierung, 06.04.2020)

Intensivbetten: Verordnungsentwurf für Meldepflicht
Jens Spahn möchte eine verpflichtende Meldung an ein zentrales Register, wie viele Intensivbetten zur Verfügung stehen. Alle Krankenhäuser sollen an das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) melden. (dpa, 06.04.2020)

Österreich: Schrittweise Lockerung der Maßnahmen ab 14. April
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angekündigt, die bestehenden Maßnahmen ab dem 14. April lockern zu wollen. Zuerst sollen Geschäfte wieder eröffnen, anschließend Restaurants. Trotzdem werden die Ausgangsbeschränkungen bis Ende April aufrecht erhalten werden. Die Mundschutzpflicht gilt nun auch in öffentlichen Verkehrsmitteln (dpa, 06.04.2020)

Bislang größte Querschnittsstudie startet in München
In der am schwersten betroffenen Region Deutschland München startet die bislang größte Querschnittsstudie mit Tausenden Testungen. Die Forscher erhoffen sich Antworten auf die bislang ungeklärten Fragen, wie viele Menschen sich tatsächlich infiziert haben und wie viele dadurch verstorben sind. (dpa, 03.04.2020)

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RKI: Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:
 
  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50-60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher, als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.
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